EU-Förderung wirkt vor Ort:

20.05.2026


Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung Melanie Walter besucht Zukunftsregion Südniedersachsen


Bildrechte: EU-KOM

Wie europäische Förderung konkret Veränderungen in der Region bewirkt, das stand im Mittelpunkt des Aktionstags der Kampagne „Europa in meiner Region“ in Einbeck.

Auf Einladung der SüdniedersachsenStiftung besuchte die Niedersächsische Ministerin für Europa und Regionale Landesentwicklung, Melanie Walter, gemeinsam mit Manica Hauptman, Leiterin des Politischen Teams der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland und Dr. Ulrike Witt, Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung
Braunschweig, die Veranstaltung im MINTmachRaum, ein innovatives Lernlabor für Kinder und Jugendliche, das außerhalb der Schule praxisnah MINT-Kompetenzen vermittelt. Unter dem Motto „Gemeinsam Eindruck hinterlassen“ machten sie sich vor Ort ein Bild von innovativen Projekten, die aus EU-Mitteln gefördert werden.

Im Fokus des Rundgangs standen unter anderem mehrere aktuelle Vorhaben der Zukunftsregion (1): die Koordinierungsstelle für Inklusive Arbeit Südniedersachsen (KIAS), das EWAZ-Transfer-Projekt zum Aufbau eines Verbundsystems von Kombikraftwerken für Hochwasserschutz und Energiespeicherung im Harz, der MINTmachRaum und MINT:ZE zur Stärkung der Bildung und Fachkräftesicherung im MINT-Bereich in der Region, das
Gründungsnetzwerk Südniedersachsen mit einer digitalen Plattform zur Stärkung des regionalen Gründungsökosystems, eine automatische Fahrgastzählung im ÖPNV zur Optimierung des Busverkehrs im ländlichen Raum, die digitale Anwendung JOLanDa-Transfer zur beruflichen Orientierung von Jugendlichen sowie ein mobiles Demokratiezentrum im Landkreis Northeim, das mit einem Bus niedrigschwellige Bildungsund Beteiligungsangebote in schwer erreichbare Regionen bringt.

„Europa ist kein abstraktes Konstrukt – Europa entsteht vor Ort, so wie hier in im südniedersächsischen Einbeck. Die Projekte, die wir gesehen haben, zeigen anschaulich: EU-Förderung schafft Innovation, sichert Arbeitsplätze und stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Genau darum geht es bei ‚Europa in meiner Region‘“, betonte Ministerin
Melanie Walter bei ihrem Besuch.

Auch Manica Hauptman, Leiterin des Politischen Teams der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen EU und Region: „Wir freuen uns sehr, gemeinsam mit der Niedersächsischen Staatskanzlei die Kampagne „Europa in meiner Region“ in Südniedersachsen durchzuführen, und sind stolz auf die heute hier in Einbeck vorgestellten Projekte. Sie setzen sich aktiv mit den schnellen Transformationsprozessen unserer Zeit auseinander und stärken digitale Kompetenzen, die Anpassungsfähigkeit des Arbeitsmarktes, wie auch die Wasser- und Energieversorgung. Sie unterstützen den Dialog über Demokratie und fördern Inklusion in einer Zeit, in der das besonders wichtig ist. Wir freuen uns auf weiterhin gute Zusammenarbeit mit der
Zukunftsregion Südniedersachsen.“

Neben den Gesprächen mit Projektverantwortlichen stand auch der Austausch mit Akteuren der Zukunftsregion Südniedersachsen auf einer Projektmesse im Fokus. Das Regionalmanagement der SüdniedersachsenStiftung präsentierte dort die Bandbreite der bislang 18 angelaufenen Projekte mit einem Gesamtvolumen von 14,2 Millionen Euro, von
denen 5,35 Millionen Euro aus ESF+- und EFRE-Mitteln (2) stammen. Davon sind 15 Projekte bereits bewilligt und in Umsetzung. Bis 2029 stehen weitere 820.000 Euro für die Handlungsfelder regionale Innovationsfähigkeit sowie Wandel der Arbeitswelt, Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe bereit.

Bereits am Vormittag hatten Schulklassen die Gelegenheit, in einem abwechslungsreichen MINT-Programm und einem kreativen Workshop in der Traditionswerkstatt des Einbecker Blaudrucks selbst aktiv zu werden.

Der Aktionstag machte deutlich: In Südniedersachsen arbeiten Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft eng zusammen, um tragfähige Lösungen für aktuelle und künftige Herausforderungen zu entwickeln – sichtbar gefördert durch Europa. Über „Europa in meiner Region“: Eine gemeinsame Kommunikationsinitiative der
Europäischen Union und ihrer Partnerregionen, die durch EU-Förderung unterstützte, lokale Projekte europaweit sichtbar macht. Seit 2018 wurden mehr als 80 Kampagnen in 16 Ländern umgesetzt, darunter auch in Deutschland mit regionalen Kampagnen in Sachsen und Nordrhein-Westfalen.

Die vorgestellten Projekte sind Teil der Zukunftsregion Südniedersachsen (3) – eine von 14 Zukunftsregionen in Niedersachsen. Hier gestalten die Menschen vor Ort attraktive und lebenswerte Regionen, die den Herausforderungen von morgen gewachsen sind. Das Ziel:Innovation, Teilhabe und nachhaltige Entwicklung, die über die Grenzen der Region hinaus wirken – in Deutschland und in Europa.

Weiterführende Informationen
Mehr Informationen zu „Europa in meiner Region“ in Südniedersachsen:
www.europa-fuer-niedersachsen.de/euimr 


(1) Südniedersachsen ist eine von 14 Zukunftsregionen in Niedersachsen, welche mit Hilfe von EU-Mitteln und
einem Zusammenschluss von Landkreisen und kreisfreien Städten, Transformationsprozesse passgenau vor Ort
gestalten.
(2) ESF+ = Europäischer Sozialfonds Plus; EFRE = Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
(3) Ausgenommen „UNESCO Welterbe im Harz“ – dieses Projekt wurde durch das Südniedersachsenprogramm
(Vorgängerprogramm der Zukunftsregion Südniedersachsen) gefördert.